die-freie-liste.org
<< Start



Aktuelles

29.06.2016 Sparda-Vertreterversammlung 2016  -  Wahlausschuss bestimmt Zurück >

Am 29. Juni 2016 trafen sich die Vertreter zur letzten Vertreterversammlung in dieser Wahlperiode.
Wie schon in den Vorjahren verzichtete die Aufsichtsratsvorsitzende Liselotte Peuker auf das ihr nach §29 der Satzung zustehende Recht, die Versammlung zu leiten. Als Versammlungsleiter wurde wie in den Vorjahren der ehemalige Vorstandsvorsitzende Günter Grzega (Liste 1) gewählt.

Den üblichen Gastvortrag hielt Dr.Nikolaus Poscharsky vom Institut für Marketing-Innovationen. Er bezog sich auf Megatrends, die langfristig angelegt sind und die Zukunft beeinflussen: die Digitalisierung/Vernetzung, der demographische Wandel, die Individualisierung, neue Arbeitswelten, Trend in die Städte, Mobilität, Sicherheit, Globalisierung, Gender Shift, Gesundheit, Bildung, Nachhaltigkeit, von denen die Sparda-Bank München schon viele berücksichtigt hat. Der Referent vertrat die Auffassung, dass diese praktisch unabänderlich sind. Demzufolge ging er auch nicht darauf ein, wie solche Trends entstehen und wie sie zu beeinflussen wären.

Im Bericht des Vorstands ging der Vorstandvorsitzende Helmut Lind insbes. auf die Veränderungen in der Bankenwelt ein. Er verwies u.a. auf einen Artikel in der Zeit vom 5.Juni mit dem Titel "Tod eines Dogmas" (gemeint ist der Neoliberalismus), nach dem die Allgemeinheit für "Fehlspekulationen einer globalen Finanzelite" aufkommen muß, und auf das Wachstum der sog. FinTechs. Die Antwort müsse in der Aufnahme neuer, bankferner Leistungen liegen nach dem Motto "Mehr als eine Bank", also eine "Potential- und Lebensbank".

Bei der Feststellung des Jahresabschlusses 2015 stellte ein Vertreter der Liste 2 spontan zahlreiche Detailfragen, die aber vom Versammlungsleiter vor der Beschlussfassung nicht mehr behandelt, sondern am Ende der Versammlung individuell beantwortet wurden. Der Jahresabschluss wurde mit wenigen Gegenstimmen festgestellt. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden nahezu einstimmig entlastet.
Die vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen betreffen neben Anpassungen an die Mustersatzung des BVR vor allem die Erweiterung der Mitgliedschaft auf juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sowie Personengesellschaften. Diese weitere Öffnung soll aber nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Lind zurückhaltend erfolgen. Sie bedeutet letztlich erhöhte Risiken (z.B. Gefahr von Insolvenzen), auf die sich die Mitarbeiter der Sparda-Bank einstellen müssen. Trotzdem wurden die Änderungen einstimmig genehmigt.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat nominierten Vertreter der Freien Liste (Liste 2) Herbert Uhl gegen den vom Aufsichtsrat zur Wiederwahl vorgeschlagenen Jürgen Rothe, der mit 164 zu 31 Stimmen wiedergewählt wurde. Norbert Zänkert wurde ohne Gegenkandidat mit 168 Stimmen wiedergewählt.

Zur Wahl der 5 Mitglieder des Wahlausschusses hatte der Vorstand bereits einen Vorschlag mit 5 Kandidaten unterbreitet, darunter ein ehemaliges Aufsichtsratsmitglied. Die Freie Liste nominierte ihren Vertreter Karl Leitenberger und appellierte an die Versammlung, mit ihm gemäß allgemein üblichen Grundsätzen auch einen Vertreter der Liste 2 in den Wahlausschuss zu wählen, um dessen Neutralität zu gewährleisten, da er gemäß Wahlordnung selbst eine mit der Freien Liste konkurrierende "Liste des Wahlausschusses" aufstellen muß. Zugleich wurde gefordert, dass die Kandidaten sich vorstellen, worauf die 5 Kandidaten des Vorstands aber verzichteten. Bei der Wahl erhielten die Kandidaten des Vorstands zwischen 159 und 168 Stimmen. Der Kandidat der Freien Liste wurde mit nur 35 Stimmen nicht gewählt.

Unter Sonstiges erläuterte Vorstandmitglied Petra Müller die Umstellung des Online-Banking bzw. Abschaltung des ITAN-Verfahrens. Vertreter der Freien Liste hatten mit Verweis auf einschlägige Meldungen Bedenken an der Sicherheit von Smartphone-Apps geäußert.

Die nächste Vertreterversammlung findet am Mittwoch, den 28.06.2017 statt.