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Aktuelles
| 10.06.2026 | Vertreterversammlung 2026 | ![]() |
| Am
9. Juni 2026, zwei Wochen früher als bisher üblich, fand die
92. Vertreterversammlung der Sparda-Bank München im
Salvator-Keller auf dem Nockerherberg statt. Es waren 166 (von 227)
Vertreter anwesend, davon 49 von der Freien Liste. Die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat entsprachen weitgehend den Ausführungen im Geschäftsbericht. Der neue Vertriebsvorstand Georg Spenger stellte sich vor; er war seit 1998 in verschiedenen Bereichen der Bank tätig. Das neue Kontomodell war bereits vor der Versammlung im Internet und in Schreiben an einen Teil der Kunden vorgestellt worden, so dass es keine Überraschung mehr war. Die Vertreter waren schon Ende Mai in internen Treffen informiert worden. H. Uhl kritisierte, dass ein sofortiger Wechsel zum preisgünstigen Konto "Sparda Pur" bei der zwingend erforderlichen Zustimmung zum neuen Modell und auch Online nicht möglich ist. Der Feststellung des Vertreters H. Uhl, dass die Ablösung von Comeco/Sopra (TEO-App) durch Atruvia nach aus dem Geschäftsbericht ableitbaren Zahlen rd. 50 Mio. € gekostet haben dürfte, wurde nicht widersprochen. Die Bank wird das noch lange belasten, weshalb die Gebühreneinführung und die im Vergleich zu anderen Sparda-Banken niedrige Dividende von 2% nach übereinstimmender Beurteilung nicht zu vermeiden waren. Dem neuen Vorstand wurde für die erfolgreiche und fast reibungslose Umstellung von allen Seiten Lob ausgesprochen. Er wurde einstimmig entlastet. Der Aufsichtsrat wurde bei 6 Gegenstimmen ebenfalls entlastet. Die Dividende von 2% für 2025 wurde bei 2 Gegenstimmen beschlossen. Der Antrag auf Änderung von § 26c der Satzung wurde kontrovers diskutiert. Der Vorstand wollte die Zahl von 1.400 Mitgliedern pro Vertreter auf 1.100 ändern, um die aktuelle Zahl der Vertreter trotz der auf rd. 250.000 gesunkenen Mitgliederzahl in etwa konstant zu halten. Man wolle keinem der treuen langjährigen Vertreter die Chance auf ein neues Mandat nehmen. Dem hielt H. Uhl mit Verweis auf die niedrige Teilnehmerzahl und viele aus Alters- und Gesundheitsgründen sowie Kontokündigung ausgeschiedene Vertreter entgegen, dass bei sinkender Mitgliederzahl auch eine Reduzierung der Vertreterzahl angemessen sei. Zudem könne man damit wie der Bundestag mit dem Verzicht auf die automatische Diätenerhöhung ein vorbildliches Zeichen für Sparsamkeit setzen, auch wenn die absolute Einsparung sicher nicht wesentlich ist. Trotzdem wurde der Antrag mit knappen 125 gegen 39 Stimmen (76,2%) angenommen. Satzungsänderungen erfordern eine Mehrheit von 75%. Eine wesentliche Änderung der Wahlordnung betrifft § 23. Künftig rücken Ersatzvertreter erst dann nach, wenn die Vertreterliste vollständig aufgebraucht ist. Das war eine langjährige Forderung der Freien Liste und wurde deshalb einstimmig beschlossen. Kritisiert wurde die Tatsache, dass in Verbindung mit § 46 der Satzung wegen Einstellung des "sparda aktuell" Bekanntmachungen zwar "auf der öffentlich zugänglichen Internetseite der Genossenschaft veröffentlicht" werden, aber erfahrungsgemäß auf gut versteckten Seiten, die nur selten frequentiert werden. Die Forderung der Freien Liste, wichtige Bekanntmachungen wie die Wahlausschreibung schon beim Einstieg ins Online-Banking an hervorgehobener Stelle anzukündigen, wird abgelehnt. Die Freie Liste hatte diesbezüglich vor dem Amtsgericht München einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt, der einen Tag nach der Vertreterversammlung leider abgewiesen wurde. Bei der Wahl des Wahlausschusses für die bevorstehende Vertreterwahl gingen wie schon in der Vergangenheit alle 5 Sitze an die Vorschläge der Liste 1, die damit das Wahlverfahren wieder alleine beherrscht. Da bei der Wahl zum Aufsichtsrat der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Berthold Ottmann nicht mehr kandidierte, standen folgende Kandidaten zur Wahl: Liste 1 hatte neben Thorsten Weinert zur Wiederwahl als neue Kandidatin Susanne Gerdes nominiert, die am bayerischen Verwaltungsgerichtshof tätig ist. Liste 2 hatte Prof. Dr. Harald Müllich nominiert, u.a. Dozent an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, Fakultät Betriebswirtschaft. Gewählt wurden Thorsten Weinert (118 Stimmen) und Susanne Gerdes (100 Stimmen). Harald Müllich erhielt 49 Stimmen. Wie sagte der Wegscheider (2:20) am Samstag darauf in anderem Zusammenhang: "Eine perfekt inszenierte Form einer Demokratie-Simulation." |